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EPAL

EPAL ist die Abkürzung für European Pallet Association. Die Organisation ist vor allem durch die EPAL Europalette bekannt. Dabei handelt es sich um eine standardisierte, tauschfähige Holzpalette, die in Logistik, Lagerung, Transport und Versand europaweit eingesetzt wird. EPAL sorgt dafür, dass Europaletten nach einheitlichen Qualitätsvorgaben hergestellt, geprüft und repariert werden.

Was ist eine EPAL Europalette?

Die EPAL Europalette ist eine genormte Holzpalette mit den Maßen 1.200 x 800 mm. Sie wird im europäischen Warenverkehr besonders häufig eingesetzt und ist ein wichtiger Standard in Lager, Transport und Handel. Typische Merkmale einer EPAL Europalette sind:

  • Maße von 1.200 x 800 mm

  • vierseitig unterfahrbar

  • tauschfähig im EPAL-Palettenpool

  • genormte Bauweise

  • geprüfte Qualität

  • eindeutige Kennzeichnung

  • reparierbar nach EPAL-Vorgaben

Die Europalette eignet sich für viele Warenarten und wird unter anderem im Handel, in der Industrie, im Versand, in der Produktion und im Export verwendet.

Woran erkennst du eine EPAL-Palette?

Eine echte EPAL-Palette erkennst du an ihrer Kennzeichnung. Besonders wichtig ist das EPAL-Zeichen auf den Eckklötzen. Es zeigt, dass die Palette nach den Vorgaben der European Pallet Association hergestellt oder repariert wurde.

Zu den typischen Kennzeichnungen gehören:

  • EPAL-Brandzeichen auf den Klötzen

  • Hersteller- oder Lizenznummer

  • Prüfklammer oder Reparaturkennzeichnung

  • IPPC- beziehungsweise ISPM-15-Kennzeichnung bei behandelten Paletten

  • Angaben zur Rückverfolgbarkeit

Die Kennzeichnung ist wichtig, weil nur korrekt produzierte und gekennzeichnete Paletten im EPAL-System tauschfähig sind.

Was bedeutet tauschfähige Palette?

Eine tauschfähige Palette kann im Palettenkreislauf gegen eine gleichwertige Palette getauscht werden. Das ist einer der wichtigsten Vorteile von EPAL-Paletten. Beim Palettentausch gibt ein Unternehmen eine beladene Palette ab und erhält später eine vergleichbare leere Palette zurück oder bekommt den Palettenwert gutgeschrieben. Damit dieses System funktioniert, müssen die Paletten einheitliche Qualitätsstandards erfüllen. Eine beschädigte, falsch reparierte oder nicht korrekt gekennzeichnete Palette kann vom Tausch ausgeschlossen werden.

EPAL und IPPC: Was ist der Unterschied?

EPAL und IPPC werden bei Paletten oft gemeinsam genannt, bedeuten aber nicht dasselbe.

EPAL steht für den Qualitäts- und Tauschstandard der European Pallet Association. Es geht also um Bauweise, Maße, Qualität, Kennzeichnung und Tauschfähigkeit der Palette.

IPPC beziehungsweise ISPM 15 betrifft die Behandlung von Holzverpackungen im internationalen Warenverkehr. Dabei geht es darum, Schädlinge im Holz zu vermeiden. Paletten werden dafür meist hitzebehandelt und entsprechend gekennzeichnet.

Kurz gesagt: EPAL beschreibt den Palettenstandard, IPPC beziehungsweise ISPM 15 beschreibt die Holzbehandlung für den internationalen Versand.

Welche EPAL-Paletten gibt es?

Neben der klassischen Europalette gibt es weitere EPAL-Ladungsträger. Sie unterscheiden sich in Maßen, Bauweise und Einsatzbereich. Beispiele sind:

  • EPAL 1: klassische Europalette, 1.200 x 800 mm

  • EPAL 2: Industriepalette, 1.200 x 1.000 mm

  • EPAL 3: Industriepalette, 1.200 x 1.000 mm

  • EPAL 6: halbe Europalette, 800 x 600 mm

  • EPAL 7: Düsseldorfer Palette, 800 x 600 mm

In der Praxis ist die EPAL 1 Europalette die bekannteste und am häufigsten verwendete Variante.