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PP

PP ist die Abkürzung für Polypropylen. Dabei handelt es sich um einen thermoplastischen Kunststoff, der nach Polyethylen (PE) zu den am häufigsten verwendeten Kunststoffen gehört. PP wird unter anderem für Folien, Beutel, Verpackungen, Packbänder, Behälter, Verschlüsse, Textilien und viele technische Produkte eingesetzt.

Was ist PP?

PP steht für Polypropylen. Der Kunststoff ist leicht, stabil, vergleichsweise hart und vielseitig verarbeitbar. Im Verpackungsbereich kommt Polypropylen besonders häufig als Material für Folien, Beutel, Verpackungsbänder und Klebebänder vor.

PP ähnelt in einigen Eigenschaften dem Kunststoff PE, also Polyethylen. Im direkten Vergleich ist Polypropylen jedoch meist härter, formstabiler und temperaturbeständiger. Dadurch eignet sich PP für viele Anwendungen, bei denen ein robuster und zugleich leichter Kunststoff benötigt wird.

Wie wird PP gekennzeichnet?

Produkte und Verpackungen aus Polypropylen sind häufig mit dem Recyclingcode 05 gekennzeichnet. Das Symbol besteht aus einem Pfeildreieck mit der Zahl 5 beziehungsweise 05 und der Materialabkürzung PP.

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Diese Kennzeichnung hilft dabei, den Kunststoff zu erkennen und korrekt zu sortieren. Sie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Produkt in jeder Region gleichermaßen recycelt wird. Das hängt immer auch von Sammelsystem, Sortierung und Recyclingstruktur ab.

Wie wird PP hergestellt?

Polypropylen wird aus dem Grundstoff Propylen hergestellt. Propylen ist ein gasförmiger Kohlenwasserstoff, der meist aus Erdöl oder Erdgas gewonnen wird. Durch einen chemischen Prozess, die sogenannte Polymerisation, werden viele Propylen-Moleküle zu langen Molekülketten verbunden. Daraus entsteht der Kunststoff Polypropylen.

Welche Eigenschaften hat PP?

Polypropylen besitzt viele Eigenschaften, die es für Verpackungen und technische Anwendungen interessant machen. Es ist leicht, belastbar und relativ widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und vielen Chemikalien. Typische Eigenschaften von PP sind:

  • geringes Gewicht

  • gute Stabilität

  • vergleichsweise hohe Härte

  • gute Formbeständigkeit

  • gute Feuchtigkeitsbeständigkeit

  • gute Recyclingfähigkei

PP-Folien sind häufig klar, glänzend und optisch hochwertig. Deshalb werden sie gern für Verpackungen eingesetzt, bei denen das Produkt sichtbar bleiben soll. Gleichzeitig kann PP je nach Verarbeitung flexibel oder formstabil sein.

Welche PP-Typen gibt es?

Polypropylen kann auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden. Daraus entstehen verschiedene PP-Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften.

CPP, Cast Polypropylen: CPP ist ungerecktes Polypropylen. Es wird häufig für flexible Folien eingesetzt und zeichnet sich durch gute Transparenz und Siegeleigenschaften aus.

OPP, Oriented Polypropylen: OPP ist vorgerecktes Polypropylen. Durch die Reckung wird die Folie stabiler und transparenter.

BOPP, biaxial orientiertes Polypropylen: BOPP wird in zwei Richtungen gereckt. Dadurch entsteht eine besonders klare, glänzende und formstabile Folie. BOPP wird häufig für Verpackungsfolien und Klebebänder verwendet.

EPP, expandiertes Polypropylen: EPP ist geschäumtes Polypropylen. Es ist leicht, stoßdämpfend und wird unter anderem für Schutzverpackungen, Formteile und technische Anwendungen genutzt.

PP oder PE: Was ist der Unterschied?

PP und PE gehören beide zu den wichtigsten Kunststoffen im Verpackungsbereich. Trotzdem unterscheiden sie sich in einigen Eigenschaften.

PP, also Polypropylen, ist meist härter, formstabiler und temperaturbeständiger als PE. Es eignet sich gut für klare Folien, Verpackungsbänder, Beutel, Verschlüsse und formstabile Kunststoffteile.

PE, also Polyethylen, ist oft weicher, flexibler und sehr gut für Folien, Beutel, Säcke und flexible Verpackungen geeignet.

Kurz gesagt: PP ist meist härter und formstabiler, PE ist oft weicher und flexibler. Welche Kunststoffart besser geeignet ist, hängt vom jeweiligen Einsatzzweck ab.

Ist PP umweltfreundlich?

PP ist ein Kunststoff und baut sich in der Umwelt nur sehr langsam ab. Deshalb sollte Polypropylen nicht achtlos entsorgt werden. Gleichzeitig hat PP einige Eigenschaften, die aus Umweltsicht vorteilhaft sein können.

Polypropylen ist leicht, langlebig und kann in vielen Anwendungen mehrfach verwendet werden. Außerdem lässt es sich grundsätzlich recyceln. Im Vergleich zu PVC gilt PP häufig als weniger problematisch, da es in der Regel ohne Weichmacher auskommt und bei der Entsorgung weniger kritisch bewertet wird.

Trotzdem bleibt wichtig: PP sollte möglichst lange genutzt, korrekt entsorgt und dem Recycling zugeführt werden. Die Umweltbilanz hängt stark davon ab, wie das Produkt hergestellt, verwendet und verwertet wird.

PP bei Klebebändern und Packbändern

PP wird häufig als Trägermaterial für Verpackungsklebebänder verwendet. PP-Klebebänder fallen oft durch ihre glänzende Oberfläche auf und sind eine beliebte Lösung für das Verschließen von Kartons.

Im Vergleich zu PVC-Klebebändern sind PP-Klebebänder meist günstiger und weniger flexibel. PVC-Bänder gelten häufig als reißfester und anschmiegsamer. Dafür sind PP-Klebebänder leicht, praktisch und für viele Standardverpackungen ausreichend.

Je nach Klebstoff und Beschichtung können PP-Klebebänder unterschiedlich laut oder leise abrollen. Besonders leise abrollende Varianten besitzen häufig eine spezielle Beschichtung, zum Beispiel einen Release Coat. Auch PP-Packbänder werden häufig für das Bündeln, Sichern und Umreifen von Waren genutzt. Sie sind leicht, belastbar und für viele Verpackungsaufgaben geeignet.