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Umweltfreundlich verpacken: Nachhaltige Lösungen für deinen Versand

Inhaltsverzeichnis

Ein großer Versandkarton, darin ein kleiner Artikel und rundherum jede Menge Füllmaterial: Solche Sendungen verbrauchen unnötig viele Ressourcen, benötigen mehr Platz beim Transport und hinterlassen beim Empfänger selten einen guten Eindruck.

Laut einer Trivium-Studie sehen sich 66 % der Verbraucher selbst als umweltbewusst, achten 59 % gezielt auf nachhaltige oder recycelbare Verpackungen und sind 82 % sogar bereit, dafür mehr zu bezahlen. Nachhaltig zu verpacken ist also längst kein „nice to have“ mehr, sondern entwickelt sich immer mehr zu einer Kundenerwartung.

Dabei lässt sich umweltfreundlich verpacken oft schon mit kleinen Änderungen umsetzen – und das rechnet sich gleich doppelt: Du schonst Ressourcen, reduzierst CO₂ und erfüllst die Erwartungen deiner Kunden.

Und das Beste: Diese Maßnahmen reduzieren oft auch noch deine Kosten!

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Produkte sicher und möglichst umweltschonend versendest – mit Lösungen, die sich auch im betrieblichen Alltag umsetzen lassen.

Umweltfreundlich verpacken mit der passenden Kartongröße

Eine möglichst gut auf das Produkt abgestimmte Verpackung ist einer der wichtigsten Schritte für einen nachhaltigeren Versand. Zu große Kartons benötigen nicht nur mehr Material, sondern müssen häufig zusätzlich mit Papier, Verpackungschips oder anderen Polstermaterialien aufgefüllt werden.

Passgenaue Versandverpackungen bieten mehrere Vorteile:

  • geringerer Materialverbrauch

  • weniger benötigtes Füllmaterial

  • weniger Abfall beim Empfänger

  • bessere Auslastung von Lager- und Transportkapazitäten

  • potenziell niedrigere Verpackungs- und Versandkosten

Die Verpackung sollte allerdings nicht so knapp bemessen sein, dass der Produktschutz darunter leidet. Beschädigte Waren und zusätzliche Ersatzlieferungen würden die eingesparten Ressourcen schnell wieder aufzehren.

Mit nachhaltigen Materialien umweltfreundlich verpacken

Wer umweltfreundlich verpacken möchte, sollte neben der Materialmenge auch die Herkunft, Recyclingfähigkeit und Entsorgung der verwendeten Materialien berücksichtigen. Eine nachhaltigere Verpackung kann beispielsweise aus Recyclingpapier oder einem hohen Anteil wiedergewonnener Fasern bestehen.

Auch Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen können infrage kommen, sofern sie für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet sind und sich sinnvoll verwerten lassen.

Mögliche Lösungen sind:

  • Kartons und Versandverpackungen aus Recyclingpapier

  • recyclingfähige Versandtaschen aus Papier

  • Papierpolster als Alternative zu Kunststoffpolstern

  • wiederverwendbare Versandverpackungen

  • Verpackungen aus Graspapier oder anderen alternativen Faserstoffen

Bei der Auswahl sollte nicht nur die Materialbezeichnung betrachtet werden. Entscheidend ist der gesamte Lebenszyklus: Woher stammt der Rohstoff? Wie materialintensiv ist die Verpackung? Kann sie mehrfach verwendet werden? Und über welchen Entsorgungsweg lässt sie sich tatsächlich verwerten?

Eine Auswahl geeigneter Produkte findest du in unserer Kategorie umweltfreundliche Verpackungen.

Sind kompostierbare Verpackungen immer umweltfreundlich?

Kompostierbare Verpackungen sind nicht automatisch umweltfreundlich. Biobasierte und kompostierbare Kunststoffe benötigen je nach Material bestimmte Bedingungen, um abgebaut zu werden. Manche Produkte sind ausschließlich für industrielle Kompostieranlagen geeignet und dürfen nicht über den heimischen Kompost oder die Biotonne entsorgt werden.

Prüfe deshalb die Materialkennzeichnung, die örtlichen Entsorgungsmöglichkeiten und den vorgesehenen Einsatzzweck. Eine gut recycelbare Verpackung aus einem etablierten Materialkreislauf kann im Einzelfall sinnvoller sein als eine schwer zu entsorgende Verbund- oder Biokunststoffverpackung.

Umweltfreundlich verpacken und auf anerkannte Siegel achten

Umwelt- und Herkunftssiegel können bei der Auswahl nachhaltiger Verpackungsmaterialien Orientierung bieten. Wichtig ist, genau zu prüfen, worauf sich das jeweilige Siegel bezieht.

  • Blauer Engel: Der Blaue Engel kennzeichnet Produkte, die festgelegte Umweltkriterien erfüllen. Je nach Produktgruppe können dabei unter anderem der Einsatz von Recyclingmaterial, die Recyclingfähigkeit, Schadstoffe und der Ressourcenverbrauch berücksichtigt werden.

  • FSC: Das FSC-Siegel bezieht sich auf Holz und Holzfasern aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern beziehungsweise – abhängig von der jeweiligen Kennzeichnung – auf Recycling- oder kontrollierte Materialien. Es bewertet damit vor allem die Herkunft der eingesetzten Fasern. Ein Siegel allein macht eine Verpackung allerdings noch nicht zur besten Lösung. Auch Größe, Gewicht, Wiederverwendbarkeit, Produktschutz und Entsorgungsmöglichkeit sollten in die Entscheidung einfließen.

Mit Einstofflösungen umweltfreundlicher verpacken

Je mehr unterschiedliche Materialien fest miteinander verbunden sind, desto schwieriger kann ihre Trennung und Verwertung werden. Einstofflösungen vereinfachen in vielen Fällen die Entsorgung.

Bestehen Versandkarton, Füllmaterial und Verschluss überwiegend aus Papier, kann der Empfänger die Bestandteile häufig gemeinsam über das Altpapier entsorgen. Voraussetzung ist, dass die Materialien dafür geeignet und nicht stark verschmutzt sind. 

Passende Lösungen sind beispielsweise:

Achte darauf, dass die Verpackung trotz Materialreduktion stabil genug bleibt. Umweltfreundlich zu verpacken bedeutet nicht, auf einen zuverlässigen Produktschutz zu verzichten.

Gebrauchtes Material wiederverwenden und umweltfreundlich verpacken

Nachhaltig verpacken endet nicht beim Einkauf nachhaltiger Materialien – auch die Wiederverwendung spielt eine große Rolle. Gebrauchte Kartons müssen nicht im Altpapiercontainer landen. Mit einem Kartonschredder lässt sich das Material direkt vor Ort zu hochwertigem Polstermaterial verarbeiten.

Vorteile:

  • weniger Bedarf an neuem Füllmaterial

  • längere Nutzung bereits vorhandener Kartonagen

  • geringeres betriebliches Abfallvolumen

  • mögliche Einsparungen bei Einkauf und Entsorgung

  • Aufbau eines internen Materialkreislaufs

Ob sich ein Kartonschredder wirtschaftlich lohnt, hängt unter anderem vom Versandvolumen, dem Kartonaufkommen und dem benötigten Polstermaterial ab.

So schließt du den Verpackungskreislauf direkt in deinem Unternehmen – und verwandelst „Abfall“ in wertvolles Verpackungsmaterial.

Verpackung und Transport klimafreundlicher gestalten

Neben der Verpackung spielt auch der Transport eine Rolle. Wähle Versanddienstleister, die emissionsarme oder CO₂-neutrale Optionen anbieten – am besten in Kombination mit echten Klimaschutzprojekten wie Aufforstung.

Fast alle großen Versanddienstleister folgen dem Nachhaltigkeitstrend und bieten einen klimaschonenden Warenversand an. In der Regel beinhaltet dieser allerdings Kompensationszahlungen. Wenn du ganz sicher sein willst, empfehlen wir Versandlösungen wie goodbuy.eu, die DHL GoGreen mit dem Pflanzen von Bäumen verknüpfen. Somit entsteht sogar ein klimapositiver Versand.

Umweltfreundliche Verpackungen verständlich kennzeichnen

Wenn du umweltfreundlich verpackst, solltest du deinen Kunden erklären, welche Materialien verwendet wurden und wie sie richtig entsorgt werden.

Dafür eignen sich beispielsweise:

  • ein kurzer Hinweis auf dem Versandkarton

  • verständliche Angaben zum Recyclingmaterial

  • konkrete Entsorgungshinweise

  • anerkannte Umwelt- und Herkunftssiegel

  • eine kurze Information zur Wiederverwendbarkeit der Verpackung

Formulierungen wie „aus Recyclingpapier“ oder „über das Altpapier entsorgen“ sind für Kunden hilfreicher als pauschale Aussagen wie „100 % grün“ oder „vollständig nachhaltig“.

Transparente und überprüfbare Informationen schaffen Vertrauen und helfen gleichzeitig dabei, dass die eingesetzten Materialien in den richtigen Stoffkreislauf gelangen.

Retouren umweltfreundlicher abwickeln

Retouren können zusätzliche Transportwege und einen erhöhten Materialverbrauch verursachen. Deshalb beginnt ein umweltfreundlicher Retourenprozess bereits vor dem Kauf. Hilfreich sind:

  • vollständige und verständliche Produktbeschreibungen

  • realistische Produktbilder und Videos

  • eindeutige Maß-, Größen- und Materialangaben

  • eine kompetente Beratung vor der Bestellung

  • stabile Verpackungen, die sich erneut verschließen lassen

Kartons mit doppeltem Klebestreifen können für Hin- und Rückversand verwendet werden. Dadurch benötigt der Kunde für die Retoure nicht zwangsläufig eine zusätzliche Verpackung.

Fazit – Jeder Versand kann grüner werden

Nachhaltig verpacken ist kein kompliziertes Projekt, sondern eine Reihe kleiner Entscheidungen, die große Wirkung entfalten.

Ob Graspapier, Einstofflösung oder klimafreundlicher Versand – jede Maßnahme spart Ressourcen und CO₂. Und ganz nebenbei senkst du oft auch deine Betriebskosten.

Mit nachhaltigen Verpackungen bist du also bestens gewappnet, stärkst deine Markenwahrnehmung und bist auf Gesetzesänderungen, wie die EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung, die 2024 in Kraft getreten ist, vorbereitet. Der Umstieg auf nachhaltige Alternativen lohnt sich also.

Im BB-Verpackungsshop findest du eine große Auswahl an umweltfreundlichen Verpackungslösungen. Zusätzlich bieten wir dir eine Verpackungsoptimierung, mit der wir deine Prozesse prüfen und dir konkrete Wege zu mehr Nachhaltigkeit aufzeigen – individuell und praxisnah.